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deutschen Wirtschaft

125 Jahre
AHK

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125 Jahre für unternehmerischen Erfolg im Ausland

Weltmarktführer, Exportweltmeister, Hidden Champions: Deutsche Unternehmen sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit gefragt sind. Die deutschen Auslandshandelskammern helfen, aus dem nationalen einen internationalen Erfolg zu machen. Sie bauen Brücken, schaffen Zugänge, vermitteln Kontakte und lösen Probleme. Sie sind #PartnerWeltweit – für Unternehmen, die noch vor dem Schritt ins Ausland stehen oder die schon Jahrzehnte vor Ort sind. In 92 Ländern und an insgesamt 140 Standorten. Was das genau heißt, erfahren Sie, wenn Sie weiterscrollen.

Marktentwicklung

Die AHKs bringen Unternehmen ins Ausland

Auf nach Übersee!

Von Hambühren in die Welt: Lizi Alexander-Christiansen und ihr Unternehmen Chriwa expandierten mithilfe der AHKs nach Mittel- und Südamerika. Und das, obwohl es einige Widerstände zu überwinden galt.

So unterstützen die AHKs den Gang ins Ausland

Märkte erkunden

Märkte erkunden

Erste Informationen über das Potenzial für die eigenen Produkte erhalten Unternehmen bei allen AHKs durch die kostenfreie Erstberatung. Auch auf IHK-Beratungstagen in Deutschland können sie sich im Gespräch mit AHK-Mitarbeitern individuell informieren.

Märkte verstehen

Märkte verstehen

Ist der Entschluss gefasst, ins Ausland zu gehen, benötigen Unternehmen detaillierte Informationen, etwa über die aktuelle Wettbewerbssituation und rechtliche Rahmenbedingungen. AHK-Experten helfen hier mit branchenspezifischen Marktstudien und organisieren Unternehmerreisen.

Geschäftspartner finden

Geschäftspartner finden

AHK-Experten am Standort betreuen Unternehmen langfristig, sprechen die Landessprache und stellen Kontakte zu möglichen Partnerunternehmen und Kunden im Land her. Die AHK-Standorte können dabei auf ein großes Netzwerk in den verschiedensten Branchen zurückgreifen, recherchieren aber auch gezielt passende Kontakte.

Personal gewinnen

Personal gewinnen

Qualifizierte und möglichst zweisprachige Mitarbeiter am neuen Standort sind entscheidend, wenn das Engagement im Ausland erfolgreich werden soll. AHKs kennen die lokalen Arbeitsmärkte und helfen Unternehmen, geeignetes Personal zu rekrutieren.

Infrastruktur nutzen

Infrastruktur nutzen

Vom virtuellen Büro bis zum eigenen Arbeitsplatz – AHKs bieten deutschen Unternehmen ihre lokale Infrastruktur an und unterstützen sie damit beim Einstieg in einen Markt. Hinzu kommen Büroservices wie Finanz- oder Gehaltsabrechnungen.

Bürokratie überwinden

Bürokratie überwinden

Die AHKs kennen die rechtliche und steuerliche Situation in ihren Ländern und können zudem lokale Experten vermitteln. Und sie beraten konkret, wenn es darum geht, Verträge auszuhandeln, Genehmigungen zu erhalten und die richtige Gesellschaftsform zu wählen.

125 Jahre AHK

Die AHKs entwickeln sich ständig weiter

Die Meilensteine der
AHK-Geschichte

„Unsere Arbeitsweise hat sich gewandelt.“

Maren Diale-Schellschmidt spricht im Interview darüber, wie sich die Arbeit in der AHK gewandelt hat und warum kulturelle Feinheiten für die Wirtschaft wichtig sind.

Maren Diale-Schellschmidt

Maren Diale-Schellschmidt

Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Nairobi, Kenia (AHK Kenia)

Frau Diale-Schellschmidt, seit 2016 leiten Sie die AHK in Nairobi. Wie hat sich der Standort seither entwickelt?

Maren Diale-Schellschmidt

Sehr gut – deutsche Unternehmen engagieren sich immer stärker in den afrikanischen Märkten. Wir betreuen ja nicht nur Kenia, sondern die gesamte Region Ostafrika. 2012 hat das Büro in Nairobi mit zwei Mitarbeitern eröffnet. Als ich 2016 dazukam, waren es schon zehn Leute, jetzt sind wir 25. Wir sind hier nah an den Unternehmen, in einem sehr dynamischen Umfeld. Für mich persönlich eine sehr befriedigende und spannende Arbeit.

Welchen Beitrag leistet die AHK in Kenia?

Wir sind vor allem Ansprechpartner für deutsche Unternehmen, geben Marktinformationen, vermitteln Kontakte. Wir kennen uns aber auch mit sprachlichen und kulturellen Feinheiten aus. Die sind oft entscheidender, als man denkt. Zum Beispiel spricht man sich hier in Kenia mit dem Vornamen an – da sind Deutsche oft erst mal irritiert. Auch ist der Kommunikationsstil nicht so direkt wie in Deutschland, da ist Feingefühl gefordert.

Arbeiten Sie dabei meist alleine oder auch mit anderen Organisationen?

Wir haben Partnerschaften unter anderem mit Botschaften, Berufs- und Bildungsorganisationen, lokalen und deutschen Ministerien, Kammern und anderen Wirtschaftsverbänden. Ein Beispiel für unsere Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist das „ExpertTS“-Programm: Die Mitarbeiter sind bei der AHK angestellt und werden durch die GIZ mitfinanziert. Sie sollen die Verzahnung von unternehmerischem Engagement und Entwicklungsarbeit stärken.

Wir haben ganz klein angefangen

Sie haben seit 1996 an verschiedenen AHK-Standorten gearbeitet, etwa in Südafrika, dem Balkan und im Baltikum. Wie hat sich Ihre Arbeit seither verändert?

Die Themen für Unternehmen haben sich kaum verändert: Sie suchen neue Märkte, brauchen Marktinformationen und wollen Geschäftspartner finden. Unsere eigene Arbeitsweise hat sich aber stark gewandelt: Durch die schnelle elektronische Kommunikation über Kontinente hinweg ist die Zusammenarbeit im AHK-Netz heute viel intensiver als früher. Wir tauschen Erfahrungen und Ideen zu wichtigen Branchen und Fachthemen aus – etwa im Bereich Umwelttechnologien oder in der Berufsbildung. Ein neueres Beispiel für die überregionale Zusammenarbeit ist die aktive Ansprache und Einbindung von Start-ups in die Arbeit der AHKs.

Wie arbeiten Sie mit den Start-ups?

In Kenia ist die Arbeit mit jungen Unternehmen sehr wichtig geworden. Vor allem in den Bereichen Fintech, Medizintechnik und Recycling gibt es hier viele interessante Start-ups. Wir helfen ihnen bei der Internationalisierung und vernetzen sie mit deutschen Firmen. Das stößt von beiden Seiten auf großes Interesse. Im vergangenen Jahr reisten 50 Vertreter von Start-ups aus 22 AHK-Standorten nach Deutschland, um dort Unternehmen, Investoren und Start-ups zu treffen.

Ein einzigartiges Werkzeug

Die AHKs helfen Unternehmen dabei, aus nationalen Erfolgen internationale Erfolge zu machen: Eric Schweitzer, Präsident des DIHK und Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK sprechen darüber, was das heute heißt, wieso das AHK-Netz gut funktioniert und worauf es künftig für die AHKs ankommt.

Spannungsverhältnis ist Teil des Erfolgs

„Spannungsverhältnis ist Teil des Erfolgs“

Das AHK-Netz wird von den Unternehmen, den IHKs, vom DIHK, von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag getragen. Damit kann die deutsche Wirtschaft ihre Interessen in der Welt geschlossen vertreten. Das Gemeinschaftsprojekt ist aber auch nicht frei von Konflikten.

Wandel durch Handel

„Wandel durch Handel“

Die AHKs lassen auch in schwierigen politischen Kontexten den Kontakt vor Ort nicht abreißen und können positive Veränderungen anstoßen. Ein Grund dafür ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der deutschen Politik.

Eine weltweite Sicht der Dinge

„Eine weltweite Sicht der Dinge“

In der digitalisierten Welt verändert sich auch die Arbeit der AHKs. Dennoch sind regionale Expertise und persönliche Kontakte in den Ländern nach wie vor durch nichts zu ersetzen.

Unterstützung vor Ort

Die AHKs bieten Unternehmen konkrete Hilfe

Startvorteil in Japan

Aus Monheim am Rhein nach Tokio – mit Unterstützung der AHK gelang dem Softwarehersteller EPLAN der erfolgreiche Einstieg in den japanischen Markt.

Carsten Metelmann

„Die AHK bietet ein Forum, mit dem wir mehr erreichen können, als wenn wir nur allein auftreten würden.“

Carsten Metelmann,
Vice President International Sales bei EPLAN
EPLAN

Softwarelösungen für den Maschinen- und Anlagebau – solche hochspezialisierten Produkte sind erklärungsbedürftig, erfordern Beratung und enge Zusammenarbeit mit den Kunden vor Ort. Wenn das auch noch in einer fremden Kultur funktionieren soll, braucht es viel Fingerspitzengefühl. Das Softwareunternehmen EPLAN, das zur Friedhelm Loh Group gehört, wagte 2011 den Schritt in den besonders wichtigen japanischen Markt und wollte dort einen eigenen Vertrieb aufbauen. „In Japan geht es vor allem um Glaubwürdigkeit. Und dafür ist das Umfeld entscheidend, in dem man sich als Unternehmen präsentiert“, sagt Carsten Metelmann, Vice President International Sales bei EPLAN. In den Räumen der AHK Tokio nutzte EPLAN deshalb in den ersten zwei Jahren ein „Inkubator-Büro" und profitierte von der Infrastruktur der Kammer und der Beratung durch die dortige Geschäftsführung.

Tokio

„Durch die AHK hatten wir sofort einen schlagkräftigen Auftritt, obwohl nur zwei Mitarbeiter vor Ort waren. Wichtig war für uns auch der qualifizierte Blick der AHK auf den Markt in Japan“, so Metelmann. Gerade bei Gesprächen mit großen japanischen Konzernen sei dies entscheidend gewesen. EPLAN konnte so Aufträge generieren, obwohl es noch gar keine Niederlassung im Land gab. Mittlerweile hat der Mittelständler in Japan 15 Mitarbeiter in drei Büros. Und zur AHK Tokio habe sich eine langfristige Arbeitsbeziehung ergeben, sagt Metelmann: „Wir teilen immer wieder unser Wissen auf Veranstaltungen der AHK. Denn sie bietet ein Forum, mit dem wir mehr erreichen können, als wenn wir nur allein auftreten würden.“

Mechatroniker für Amerika

Seit 2013 bildet Brose in den USA Mechatroniker aus. Gemeinsam mit dem Staat Michigan und der AHK hat der Automobil-Zulieferer dort eine duale Ausbildung nach deutschem Vorbild entwickelt.
 Brose hat weltweit rund 26.000 Mitarbeiter, 5.600 davon arbeiten in den USA, Kanada und Mexiko.

Arnd Herwig

Arnd Herwig

Vice President Development bei Brose North America, Inc. und Vorstandsmitglied des Michigan Chapter der AHK USA-Chicago.

Herr Herwig, warum haben Sie in den USA ein eigenes Ausbildungsprogramm gestartet?

Arnd Herwig

Wir sind in den USA stark gewachsen und hatten Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. In den Vereinigten Staaten gibt es keine verbindlichen Qualitätsstandards für die Berufsausbildung, wie in Deutschland die Zertifizierungen der IHK. Deshalb haben wir nach Wegen gesucht, das duale Modell, das wir aus Deutschland kennen, für den amerikanischen Markt zu adaptieren.

Wie wird das angenommen?

Das Modell ist erfolgreich: Zum Start 2013 hatten wir bei Brose Nordamerika vier Azubis, mittlerweile sind es 18. Und die meisten bleiben nach dem Abschluss bei uns. Nicht nur für die Auszubildenden, auch für die Kollegen ist das Ausbildungskonzept motivierend: Sie haben jetzt die Gelegenheit, ihr Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben.

Wir haben ganz klein angefangen

Wie hat die AHK Sie bei der Initiative unterstützt?

Die AHK Chicago hat uns von Anfang an begleitet und beraten. Außerdem sind die deutschen IHKs ein wichtiger Partner bei der Qualitätssicherung. Das deutsche Konzept lässt sich ja nicht eins-zu-eins übertragen. Beispielsweise gibt es in den USA keine Berufsschulen, daher arbeiten wir mit lokalen Community Colleges. Das AHK-Dienstleistungsportfolio rund um duale Berufsbildung wurde zwischenzeitlich ausgeweitet und umfasst unter anderem die Entwicklung von Ausbildungsplänen und ein „Train the Trainer“- Programm für die Ausbilder in den Unternehmen.

Wie Unternehmen vom Netzwerk profitieren

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Jeder AHK-Standort führt regelmäßig Fach- und Netzwerkveranstaltungen durch. Für Unternehmen eine gute Gelegenheit, außerhalb konkreter Arbeitstreffen bestehende Kontakte zu pflegen, neue zu knüpfen und sich über die aktuelle Situation im Land zu informieren.

Lotse im Ausland

Lotse im Ausland

Um im Ausland erfolgreich zu sein, müssen nicht nur die Bedingungen im Unternehmen stimmen, sondern auch das „Drumherum“. Deshalb helfen die AHK-Standorte beispielsweise auch Partnern und Partnerinnen von entsandten Mitarbeitern dabei, sich wirtschaftlich und gesellschaftlich im neuen Land zu integrieren.

Arbeitsgruppen und Ausschüsse

Arbeitsgruppen und Ausschüsse

In Arbeitsgruppen, Komitees und Ausschüssen können die daran teilnehmenden Unternehmen über die aktuelle Situation im Land diskutieren und gemeinsame Maßnahmen planen. Ihre Erfahrung und praktische Expertise fließt in die Arbeit der AHK ein. Gegenüber Politik und Behörden können Beschlüsse und Ergebnisse durchaus als Argumente dienen.

Interessenvertretung

Die AHKs stärken die Position von Unternehmen

Was, wenn’s mal Probleme gibt?

AHKs helfen nicht nur bei eitel Sonnenschein. Sie sind auch dann für die Wirtschaft da, wenn kleine oder große Hindernisse aus dem Weg geräumt werden müssen.

Gemeinsam mehr erreichen

Medeja Lončar ist Chefin von Siemens in Slowenien und Kroatien. Für den Konzern engagiert sie sich in den AHKs beider Länder.

Siemens

Der Austausch mit der lokalen Wirtschaft und Vertretern der Politik ist für Siemens in Slowenien essenziell. „Zwei Dinge sind entscheidend: Der Wissenstransfer von Deutschland nach Slowenien, vor allem in den Bereichen Industrie 4.0 und Automatisierung. Und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes weiter voranzutreiben“, sagt Medeja Lončar, die sich als Präsidentin des Kontrollausschusses der AHK Slowenien engagiert und für die AHK Kroatien als Vorstandsmitglied aktiv ist. Sie hebt hervor: „Ein Fünftel der slowenischen Exporte gehen nach Deutschland. Da müssen die exportierenden Unternehmen genau wissen, was in der deutschen Wirtschaft gerade passiert.“

Ljubljana

Deshalb arbeitet Siemens eng mit der AHK in Ljubljana zusammen. Gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen sensibilisiert die AHK Regierungs- und führende Wirtschaftsvertreter für Zukunftsthemen, organisiert Fachkonferenzen für die Industrie, aber auch Workshops und Ausbildungsgänge – unter anderem auch mit einem Fokus auf das Thema Industrie 4.0. Für den Weltkonzern sieht Lončar nur Vorteile bei einem solchen Engagement: „Wir stärken unsere Position, indem wir uns unter dem Dach der AHK mit anderen Unternehmen verbünden.“ Denn was für Mittelständler und kleine Unternehmen gut sei, davon profitiere auch Siemens.

„AHKs sind von unschätzbarem Wert“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert zu etwa einem Fünftel die Arbeit der AHKs. Wie Unternehmen, Regierung und Politik davon profitieren, erläutert Andreas Mattfeldt, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Haushaltsberichterstatter für das BMWi.

Bernhard Steinrücke

„Mit den AHKs schaffen wir Vertrauen, vernetzen Unternehmen und verbinden ganze Wirtschaftsräume.“

Bernhard Steinrücke, AHK-Weltsprecher